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Mineralien für Pferde – Wie wichtig sind sie?

Mineralien für Pferde – Wie wichtig sind sie?

Mineralien sind für Pferde von großer Bedeutung, da sie eine Vielzahl wichtiger Funktionen im Körper erfüllen. Sie tragen zur Bildung von Knochen und Zähnen bei, unterstützen das Immunsystem und regulieren den Stoffwechsel. Ein Mangel an Mineralstoffen kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, wie zum Beispiel Muskelkrämpfen oder Verdauungsproblemen.

Die Rolle von Mineralien im Körper des Pferdes ist also unverzichtbar und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Welche Mineralien braucht ein Pferd

Pferde benötigen eine Vielzahl von Mineralien, um gesund zu bleiben. Zu den wichtigsten gehören Calcium, Phosphor, Magnesium und Natrium. Calcium ist besonders wichtig für die Knochen- und Zahnbildung sowie für die Muskelkontraktionen. Phosphor unterstützt ebenfalls das Wachstum der Knochen und Zähne sowie den Energiestoffwechsel im Körper. Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels und hilft auch dabei, Stress abzubauen. Natrium ist ein Elektrolyt, der zur Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Wasserhaushalts beiträgt.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium, Phosphor, Magnesium und Natrium ist für die Gesundheit des Pferdes besonders wichtig. Diese Mineralstoffe sind in vielen Futtermitteln enthalten, jedoch kann es bei einer unausgewogenen Fütterung zu einem Mangel oder Überschuss kommen. Um sicherzustellen, dass das Pferd alle notwendigen Mineralien erhält, empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Futtermittel sowie gegebenenfalls eine Ergänzung durch spezielle Mineralfutter wie unser hochwertiges VitMin

Wichtige Mineralien für Pferde

  1. Calcium
  2. Phosphor
  3. Magnesium
  4. Natrium
  5. Kalium
  6. Eisen
  7. Zink
  8. Kupfer
  9. Mangan
  10. Selen

Welche Futtermittel enthalten diese Mineralien

Eine ausgewogene Ernährung mit einer Mischung aus Heu oder Gras sowie Kraftfutter kann dazu beitragen sicherzustellen dass Pferde alle notwendigen Mineralstoffe erhalten. Heu enthält in der Regel viel Calcium aber wenig Phosphor daher muss möglicherweise ergänzendes Futter hinzugefügt werden um einen Ausgleich herzustellen. Kraftfutter wie Hafer oder Gerste sind reich an Kohlenhydraten aber arm an Vitaminen & Mineralstoffen, es sollte also nicht als Hauptbestandteil gefüttert werden sondern nur als Ergänzung zum Grundfuttermittel dienen. Daher empfehlen wir zusätzlich natürliches Mineralfuttermittel, welche speziell auf die Bedürfnisse von Pferden zugeschnitten sind . Diese Futtermittel enthalten dann genau dosierte Mengen aller notwendiger Vitamine & Mineralstoffen um sicherzustellen dass dein Pferd alles bekommt, was es braucht.

Mineralienquellen für Pferde

  1. Heu und Gras
  2. Mineralfutter
  3. Lecksteine
  4. Ergänzungsfuttermittel

Wie erkenne ich einen Mangel an Mineralstoffen beim Pferd

Es gibt verschiedene Anzeichen dafür, dass ein Pferd unter einem Mangel an bestimmten Mineralsalzen leidet. Eine schlechte Hufqualität mit brüchigen Horn kann auf einen Zinkmangel hinweisen, Muskelkrämpfe können auf Kalium- oder Magnesiummängel zurückzuführen sein oder Haarausfall und stumpfes Fell können Folgen eines Mangels an Kupfer oder Selen sein. Bei Verdacht auf einen mineralischen Mangel solltest du deinen Tierarzt konsultieren.

Die richtige Versorgung mit allen wichtigen Mineralstoffen ist für die Gesundheit deines Pferdes von entscheidender Bedeutung. Achte daher darauf deinem Pferd immer genug hochwertiges Heu zur Verfügung zu stellen und überwache den Gehalt der einzelnen Minerale im Futter sorgsam – nur so bleibt dein Pferde gesund und fit!

Symptome von Mineralstoffmangel und – Überschuss

Calciummangel Pferd

Ein Calciummangel beim Pferd kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen. Dazu gehören unter anderem Muskelzittern, Krämpfe und Schwäche in den Beinen sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche. Auch die Zähne des Pferdes können betroffen sein und brüchig werden.

Umgekehrt kann ein Überschuss an Calcium

ebenfalls negative Auswirkungen auf das Tier haben. Dieser kann dazu führen, dass sich Mineralablagerungen im Gewebe bilden oder der pH-Wert des Blutes aus dem Gleichgewicht gerät. Es ist daher wichtig das Verhältnis zwischen Calcium und anderen Mineralstoffen wie Magnesium ausgeglichen zu halten. Bei Verdacht auf einen Mangel oder Überschuss sollten jedoch unbedingt auch tierärztliche Untersuchungen durchgeführt werden, um mögliche Folgeschäden frühzeitig erkennen und behandeln zu können. 

Phosphormangel Pferd

zeigt sich durch eine verminderte Leistungsbereitschaft und Appetitlosigkeit. Auch Muskelzittern und Krämpfe oder gar Knochenbrüche können auftreten. Ein Mangel an Phosphor kann zudem zu einer gestörten Calciumaufnahme führen.

Ein Überschuss an Phosphor

hingegen kann die Aufnahme von anderen Mineralstoffen wie Magnesium oder Zink beeinträchtigen und somit ebenfalls negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Pferdes haben. Es ist daher wichtig, dass das Verhältnis von Calcium und Phosphor im Futter stimmt und regelmäßig kontrolliert wird. Neben dem Phosphormangel gibt es noch weitere Mineralstoffmängel- bzw. -Überschüsse, welche sich in unterschiedlichen Symptomen äußern können. 

Magnesiummangel Pferd

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff, der für eine Vielzahl von Körperfunktionen beim Pferd unerlässlich ist. Ein Mangel an Magnesium kann sich auf verschiedene Weise äußern und zu gesundheitlichen Problemen führen. Zu den Symptomen eines Magnesiummangels beim Pferd gehören unter anderem Muskelzittern, Nervosität, Unruhe und Krämpfe. Auch Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung können auftreten. Um einen möglichen Magnesiummangel festzustellen, sollte man zunächst das Futter des Pferdes überprüfen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Heu und Mineralfutter kann bereits Abhilfe schaffen. Ist dies nicht der Fall oder besteht trotzdem weiterhin ein Mangel an Magnesium im Organismus des Tieres, empfiehlt es sich gezielt unser Mineralfutter VitMin einzusetzen. 

Magnesiumüberschuss Pferd

Zu viel Magnesium im Körper des Pferdes kann beispielsweise zu einer verminderten Leistungsbereitschaft, Muskelzittern oder auch Verdauungsproblemen führen. Um einen möglichen Überschuss festzustellen, empfiehlt es sich eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen. Sollte tatsächlich ein erhöhter Wert vorliegen, ist es wichtig die Ursache dafür herauszufinden. Mögliche Gründe können zum Beispiel eine Überdosierung von magnesiumhaltigen Ergänzungsfuttermitteln sein oder aber auch eine hohe Aufnahme über das Futter. In jedem Fall sollte der Tierarzt hinzugezogen werden um gemeinsam mit dem Besitzer ein passendes Behandlungskonzept ausarbeiten zu können. In vielen Fällen reicht bereits eine Umstellung des Futters aus um den Magnesiumspiegel wieder in den normalen Bereich zurückkehren zu lassen.  Ein ausgeglichener Mineralstoffhaushalt spielt bei der Gesunderhaltung eines jeden Pferdes eine wichtige Rolle und sollte stets im Auge behalten werden – sowohl was einen Mangel als auch einen Überschuss anbelangt. 

Natriummangel Pferd

Ein Mangel oder Überschuss an Natrium kann jedoch zu gesundheitlichen Problemen führen. Ein Natriummangel tritt in der Regel auf, wenn das Pferd nicht genügend Salz und mineralhaltiges Futter zu sich nimmt. Die Symptome können Müdigkeit, Muskelkrämpfe und Dehydration sein. In schweren Fällen kann es sogar zu einem Kreislaufkollaps kommen.

Ein Überschuss an Natrium

hingegen entsteht meist durch eine übermäßige Zufuhr von salzhaltigem Futter oder Wasser. Auch hier können die Folgen gravierend sein: Das Pferd leidet unter Durchfall, Erbrechen und Krämpfen sowie einer gesteigerten Durstempfindung. Um einen ausgeglichenen Natriumhaushalt sicherzustellen, sollte man darauf achten was man füttert. Es genügt ein Leckstein wo sich das Pferd selbst nach Bedarf bedienen kann. 

Kaliummangel Pferd

Kalium spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Muskel- und Nervenzellen sowie beim Wasserhaushalt und Säure-Basen-Haushalt. Ein Mangel an Kalium kann daher zu einer Vielzahl von Problemen führen. Zu den Symptomen eines Kaliummangels gehören unter anderem Muskelschwäche und Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Verstopfung. Auch Herzrhythmusstörungen können auftreten, da das Elektrolyt einen großen Einfluss auf die Kontraktion des Herzmuskels hat. Die Ursachen für einen Kaliummangel sind vielfältig: Eine unausgewogene Fütterung mit zu wenig kaliumreichen Futtermitteln wie Heu oder Grünfutter kann ebenso dazu beitragen wie Durchfall oder vermehrtes Schwitzen ohne ausreichendes Ausgleichen durch Trinkwasser. Um einem möglichen Mangel vorzubeugen bzw. diesen zu behandeln empfiehlt es sich in erster Linie auf eine ausgewogene Fütterung mit genügend kalireichem Futter.

Ein Kaliumüberschuss beim Pferd

kann schwerwiegende Folgen haben und sollte daher unbedingt vermieden werden. Eine Überdosierung von kaliumreichen Futtermitteln wie beispielsweise Luzerne oder Bananen kann zu einer Störung des Elektrolythaushalts führen, was sich in Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen und sogar Lähmungserscheinungen äußern kann. Um einen Kaliumüberschuss beim Pferd zu vermeiden, ist es wichtig, das Futter sorgfältig auszuwählen und auf den Gehalt an Mineralstoffen zu achten. Im akuten Fall eines Kaliumüberschusses sollten umgehend Maßnahmen ergriffen werden. Hierzu zählt unter anderem die Gabe von Calciumgluconat zur Neutralisation der überschüssigen Kalziumionen im Körper sowie die Verabreichung von Kochsalzlösung zur Unterstützung der Nierenfunktion.  

Eisenmangel Pferd

Eisen ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen und spielt eine entscheidende Rolle im Sauerstofftransport des Körpers. Ein Eisenmangel kann daher zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit und Müdigkeit sowie einem geschwächten Immunsystem führen.

Ein Überschuss an Eisen

hingegen kann ebenfalls negative Auswirkungen haben. Es kann zu Schäden in Organen wie der Leber oder dem Herzen kommen, da überschüssiges Eisen nicht ausgeschieden werden kann. Eine Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Eisenzusätzen sollte vermieden werden. Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Heu oder Gras sowie gegebenenfalls ergänzt durch Mineralfutter reicht meistens aus, um den Bedarf des Pferdes abzudecken. Insgesamt gilt es also darauf zu achten, dass das Pferd sowohl vor einem möglichen Mangel als auch vor einer Überdosierung geschützt wird – nur so können wir sicherstellen, dass es gesund bleibt und seine volle Leistungsfähigkeit entfalten kann.

Zinkmangel Pferd

Ein Zinkmangel beim Pferd zeigt sich unter anderem durch eine gestörte Wundheilung sowie ein geschwächtes Immunsystem und Hautprobleme wie Schuppenbildung oder Haarausfall. Auch das Hufwachstum kann beeinträchtigt werden.

Allerdings ist auch ein Überschuss an Zink

problematisch für den Organismus des Pferdes. Ein Zuviel an diesem Mineralstoff kann beispielsweise die Aufnahme von Kupfer behindern und somit zu einem Mangel dieses wichtigen Spurenelements führen. Um einen optimalen Zinkhaushalt im Körper des Pferdes sicherzustellen, sollte auf eine ausgewogene Fütterung geachtet werden. Eine Überdosierung durch Zusatzfuttermittel sollte vermieden werden, da dies negative Auswirkungen haben könnte. 

Kupfermangel Pferd

Kupfer ist ein essentielles Spurenelement, das für viele wichtige Funktionen im Körper des Pferdes benötigt wird. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von roten Blutkörperchen und Enzymen sowie beim Stoffwechsel von Aminosäuren und Eisen. Ein Mangel an Kupfer kann zu einer Reihe von Problemen führen, wie z.B. Anämie, schlechte Wundheilung oder Schwäche des Immunsystems.

Ein Überschuss an Kupfer

hingegen kann ebenfalls schädlich sein und zu Leber- oder Nierenschäden führen. Es ist daher wichtig sicherzustellen, dass das Pferd ausreichend aber nicht übermäßig mit Kupfer versorgt wird. Eine ausgewogene Ernährung mit einem angemessenen Verhältnis von Mineralstoffen ist hierbei entscheidend. Eine Möglichkeit zur Überprüfung des Kupferversorgungsstatus deines Pferdes bietet die Bestimmung der Serum-Konzentration durch einen Tierarzt mittels Blutuntersuchungen. Sollte sich ein Mangel herausstellen können entsprechende Futterergänzungsmittel gegeben werden um den Bedarf abzudecken. 

Manganmangel Pferd

Ein ausgewogener Manganhaushalt ist für die Knochenbildung, den Stoffwechsel und das Immunsystem des Pferdes von großer Bedeutung. Ein Mangel an diesem wichtigen Spurenelement kann sich in einer verminderten Leistungsfähigkeit und einem schlechten Fellglanz sowie Wachstums- und Fruchtbarkeitsproblemen äußern. Auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen sowie ein gestörter Zuckerstoffwechsel können auf einen Mangelsituation hinweisen.

Auf der anderen Seite kann auch ein Überschuss an Mangan

negative Auswirkungen haben. Eine übermäßige Aufnahme dieses Spurenelements durch Futter oder Wasser kann unter anderem zu Durchfall und Erbrechen, Nervosität oder sogar Vergiftungserscheinungen führen. Um eine optimale Versorgung mit dem lebensnotwendigen Mineral sicherzustellen, sollten Pferdebesitzer daher darauf achten, dass ihre Tiere ausreichend aber nicht übermäßig mit manganhaltigem Futter versorgt werden. 

Selenmangel Pferd

Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das für viele Stoffwechselprozesse im Körper benötigt wird. Ein Mangel an diesem Element kann zu Muskelschwäche und  Lahmheiten sowie Herz-Kreislauf-Problemen führen. Um einen Mangel vorzubeugen, sollte das Futter des Pferdes ausreichend mit Selen angereichert sein.

Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: Eine Überdosierung von Selen

kann ebenfalls negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben und sogar Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Es empfiehlt sich daher, den Selengehalt im Futter regelmäßig überprüfen zu lassen und gegebenenfalls durch Supplemente anzupassen. Auch eine Untersuchung des Bodens auf seinen Selengehalt sowie eine Beratung durch einen Tierarzt oder Ernährungsberater können sinnvoll sein.

Insgesamt gilt es also, ein gesundes Gleichgewicht zwischen ausreichender Versorgung mit den wichtigen Mineralien und Spurenelementen und einer Vermeidung von Überdosierungen herzustellen. Natürliche Zusatzmittel sind hier die bessere Alternative zu synthetisch hergestellten Mineralfutter da sie vom Pferd besser aufgenommen werden und eine Überdosierung schwerer zu erzielen ist – zum Wohle des geliebten Vierbeiners!

Quelle: Martina Hemm Juli 2023

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